Klaus-Dieter Köhler
Freier Theaterregisseur
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Stücke im Spiegel der Presse

Der Vetter aus Dingsda

Märchenhaft-komischer "D-Day" in Holland

Premiere der Operette "Der Vetter aus Dingsda"

Sogar die szenische Anspielung auf den Ernst der Lage hinter den Kulissen (Köhler verlegt die Handlung ans Ende des zweiten Weltkrieges) lassen die Inselwelt des kleinen Schlösschens umso pittoresker und weltfremder erscheinen. Mit solch fast grotesker Idylle spielt Köhler auf die Funktion der Operette als heitere und heilsanme Weltflucht in Krisenzeiten an. Um die leichte Muse von der platten Sentimentalität zu befreien, die ihr seit der Nazi- und Nachkriegszeit anhaftet, orientierte Köhler sich bei seiner Inszenierung an Filmoperetten der 50er Jahre.

Also wickelt Julia so manchen süßen Gedanken an ihren vor sieben Jahren nach äh ...-"Dingsda" entfleuchten Roderich in ihre Zigaretten-Papers und kürzt lieber mal den Ton einer schmachtenden Ballade ab, um sich den selbstgedrehten Geschmack von Freiheit und Abenteuer zu gönnen.

Quelle:13. 06. 2004 Memminger Kurier